Küstenlandschaft im Projektgebiet

Die Küste von Côte d´Ivoire ist gekennzeichnet durch Gezeiten von ca. 70 cm Höhe und eine ständige starke Dünung. Der Sand besteht aus feinem, etwas gelblichen Quarz. Der Strandwall ist steil. Einmündende Flüsse und Bäche können den Strandwall nicht leicht überwinden, sie stauen sich davor, es entstehen große Lagunen, an denen Mangroven wachsen. Bei Ebbe und hohem Staudruck brechen die Strandwälle ein und die Lagunen öffnen sich zum Meer. Es besteht dadurch eine ständige Umlagerung von Sedimenten mit starker Dynamik. Dieser Lebensraum ist einzigartig. Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten sind daran angepasst, von denen viele noch gar nicht beschrieben sind. Besonders typisch sind Schlammspringer, Krabben sowie Fischarten, die zwischen Meer und Lagune wechseln.

Landseitig wird das Projektgebiet von Palmöl- und Kokos-Plantagen eingenommen. Natürliche Vegetation ist nur noch als Küstensaum sowie als Mangrovensaum an den Lagunen vorhanden. Vereinzelt bestehen an einigen Steilhängen und in feuchten Senken sehr kleine Waldreste (2007 war die Region von geschlossenem Wald bestanden). Das Projektgebiet umfasst voraussichtlich den letzten noch bestehenden weitgehend unerschlossenen Küstenabschnitt von Côte d´Ivoire.