Schutzstatus

Es gibt in Côte d´Ivoire leider kein einziges Schutzgebiet an der Küste, was zur Erhaltung der einzigartigen Biodiversität unbedingt notwendig wäre. Auch das Projektgebiet Grande Béréby hat keinen offiziellen Schutzstatus. Wenn auch ein Titel allein keine Garantie für den tatsächlichen Erhalt eines Ökosystems ist, so wird doch mittel- bis langfristig ein offizieller Schutzstatus für einen Küstenabschnitt zwischen Grande Béréby und Tabou angestrebt. Zum gegenwärtigen Erkenntnisstand erscheint der Schutzstatus „Reserve Faune Volontier“ für das Projektgebiet angemessen und erreichbar. Einzelheiten der Beantragung sind noch nicht geklärt. Wünschenswert ist eine genauere Erfassung und Integration der im Projektgebiet liegenden Lagunen und Mangroven.

Win-Win für Fischerei und Schutz von Meeresschildkröten

Eine Suppenschildkröte im Fischernetz
Der Fanti-Fischer hat den Strandbrigadisten von Dawa informiert
Zur Belohnung wird ein begehrtes Garn zum Netzflicken überreicht

Die ursprünglich aus Ghana stammenden Fanti sind die alleinigen Hochseefischer im Projektgebiet. Die bestens organisierten Fanti essen selbst keine Schildkröten. Eine anonyme Nachfrage durch zwei „Touristen“ auf dem Fanti-Markt erbrachte, dass die Gesetze bei ihnen respektiert werden, Schildkröten werden aktuell in Grande Béréby nicht mehr zum Kauf angeboten. Es besteht eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen CEM und den Fanti. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen soll an einem Beispiel verdeutlicht werden: Im Februar 2015 fing ein Fanti zwei Suppenschildkröten in seinem Netz. Er hat daraufhin Alexandre Dah angerufen. Dieser ist sofort mit dem lokalen Strandbrigadisten zur Stelle gewesen. Sie haben die Schildkröten wieder ins Meer gesetzt und dem Fischer Garn als Belohnung überreicht. Das Garn ist zum Flicken der Netze von den Fanti begehrt, es wird für diesen Zweck stets von CEM bereitgehalten. Ein Musterbeispiel für Naturschutzarbeit an der Basis!