Die Strandbrigade "Le equipe"

Die Strandbrigade vom Projekt Grande Béréby

Die Strandbrigade ist die erste Säule des Meeresschildkröten-Schutzprojektes. Sie besteht aus etwa 15 jungen Männern und Frauen, die aus den Dörfern im Projektgebiet stammen. Sie sind die Söhne und Töchter derjenigen, die ehemals Meeresschildkröten gegessen haben, sie kennen die meisten Anrainer persönlich, sie kennen auch die Schildkröten und jeden Winkel des Gebietes. Sie arbeiten in vier Gruppen. Jeder Gruppe hat ihren „Chef“, Chef des Ganzen ist der Biologe Alexandre Dah. Hauptaufgabe der Strandbrigadisten ist, das Projektgebiet nachts zu Fuß abzulaufen. Diese ständige Präsenz schreckt Wilderer ab. Die Brigadisten sammeln außerdem wichtige Daten. Sie markieren die Schildkröten und die Schildkrötennester, sie erheben gleichzeitig auch Habitatparameter nach einem festen Schema. Durch diese Arbeit kann in wenigen Jahren eine Auswertung erfolgen, die einen Einblick in die Populationsentwicklung und die Raumnutzung der verschiedenen Meeresschildkrötenarten im Gebiet ermöglicht. Die Daten sind abgesehen von ihrem wissenschaftlichen Wert für den Schutz der Schildkröten, für die Überwachung der Küste und für den späteren möglichen Tourismus von großer Bedeutung.

Öffentlichkeitsarbeit

Informationsveranstaltung in Roc, Februar 2015. Die einzelne Glühbirne im Hintergrund wird nur im Rahmen der Veranstaltung mit einem Stromgenerator betrieben.

Die Dörfer werden gefragt, ob sie in das Projektgebiet integriert werden wollen und auf den Verzehr von Schildkröteneiern sowie auf die Schildkröten verzichten können. Die erste Kontaktaufnahme zum Thema erfolgt über die Dorfchefs. Dann sind aber auch Veranstaltungen nötig, wo das gesamte Dorf, Alt und Jung eingeladen ist. Die Zuschauer bekommen Informationen über das Vorhaben und es werden dazu einige Filme gezeigt. Anschließend gibt es eine moderierte Fragestunde. Jeder Einzelne hat die Möglichkeit Fragen zu stellen, hierzu bekommt er oder sie das Funkmikrofon gereicht. Das ganze Dorf hört die Fragen und die Antworten. Auf diese Weise werden alle in den Köpfen sitzenden Ängste, Sorgen und Bedenken sowie auch Forderungen ausgesprochen, man weiß hinterher beidseitig woran man ist, und was man zu erwarten hat.

Dorfentwicklung 1 - Regenerative Energien

Techniker aus Abidjan installieren mit Hilfe der Anrainer und CEM eine neue Solarpaneele in Mani, Februar 2015.

Im Projektgebiet gibt es kein Stromnetz und eine Elektrifizierung ist aufgrund der Abgelegenheit nicht in Aussicht. Die Anrainerbevölkerung lebt weitgehend ohne Strom. Das soll auch weiterhin so bleiben, aber für einige Lebensbereiche wird seitens der Bevölkerung verständlicherweise eine punktuelle Stromversorgung gewünscht. Eine sich anbietende gute Möglichkeit ist Solarstrom. Eine erste Solaranlage wurde bereits gebaut, um die Wasserpumpe in Mani zu betreiben. Eine weitere Solaranlage hat CEM bei FEM für Pitiké beantragt. Die Anlage soll gemäß dem Wunsch der Dorfgemeinschaft ein im Dorf zentral gelegenes Gemeinschaftshaus mit Strom für einen öffentlichen Fernseher versorgen, auch eine Handy-Aufladestation ist vorgesehen. Die Realisierung ist für 2015 geplant. Es wäre wünschenswert für alle im Projektgebiet liegenden Dörfer eine ähnliche Solaranlage zu ermöglichen.

Dorfentwicklung 2 - Trinkwasser

Typischer Trinkwasserbrunnen im Projektgebiet
Trinkwasserbrunnen in Roc

Die Entwicklung der Dörfer im Projektgebiet ist auch für ivorische Verhältnisse unterdurchschnittlich. Etwa 3000 Menschen haben nur offene, flache Brunnen mit schlechter Wasserqualität. Das Wasser ist zum Waschen, aber nicht zu trinken geeignet. Der Wunsch nach gutem Trinkwasser wurde in allen Dörfern als erstes Entwicklungsziel für die weitere Dorfentwicklung geäußert.

Dorfentwicklung 3 - Sanierung der Grundschule

Mit finanzieller Unterstützung der Selbsthilfefonds der US-Botschaft waren wir in der Lage, die Schule von Mani, die sich in einem sehr schlechten Zustand befand, von Grund auf zu sanieren.

Dorfentwicklung 4 - Krankenstation in Roc

Der Aufbau einer Krankenstation ist ein Projekt, das im Jahr 2016 mit der Unterstützung von Orange-Stiftung umgesetzt wird.